Multiple Sklerose ist eine entzündliche Erkrankung des Nervensystems mit meist (sehr) unterschiedlichem Verlauf. Die Ursachen der Krankheit sind bislang nicht bekannt. Allerdings bewirken heute einige Medikamente eine Reduktion der Häufigkeit und des Schweregrades von Schüben und z.T. eine Verlangsamung des Krankheitsfortschritts.
Forschung
Dieser Fortschritt in der Medikamentenentwicklung gibt ohne Zweifel Grund zur Hoffnung und stellt einen Schritt zur Bekämpfung der Krankheit dar. Gerade die neuen Behandlungsmöglichkeiten erschweren aber die gegenwärtige und zukünftige MS-Forschung. Medikamententests mit neu entwickelten Präparaten können kaum noch durchgeführt werden. Denn es ist heute ethisch unvertretbar geworden, MS-Kranken zu Forschungszwecken Placebo-Pillen zu verabreichen. Damit fehlen aber die für Medikamententests unerlässlichen Vergleichsgruppen.



