Internationale Delegation zu Gast im Sylvia Lawry Centre

Eine 9-köpfige Delegation, angeführt von General Michael Dugan, dem Präsidenten der amerikanischen National Multiple Sclerosis Society (NMSS), hat Anfang Oktober das Institut für Medizinische Statistik und Epidemiologie (IMSE, Direktor Prof. A. Neiß) an der TU-München besucht, um sich ein Bild vom Stand der Forschung am Sylvia Lawry Centre zu machen. Die Besucher waren so beeindruckt von der derzeit am Zentrum entstehenden größten MS-Datenbank der Welt, dass sie zugesagt haben, die Forschungsprojekte großzügig zu sponsern.
Die Delegation, bestehend aus Mitgliedern der NMSS und international renommierten Forschern wurde während ihres eintägigen Aufenthalts in München auch von Prof. Arnulf Melzer begrüßt, Vize-Präsident der Technischen Universität München (TUM).
In seiner Ansprache ging Melzer sowohl auf die Visionen als auch auf den wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Auftrag der TUM ein. Dabei betonte er, dass erfolgreiche Spin-off Unternehmen, wie etwa die aus dem IMSE hervorgegange Trium Analysis Online GmbH unter der Leitung von Dr. Martin Daumer und Michael Scholz, das internationale Renommee der Technischen Universität stärken.
Die junge Münchner Firma hatte im vergangenen Jahr gemeinsam mit IMSE den Zuschlag für das derzeit größte MS-Forschungsprojekt erhalten und das Sylvia Lawry Centre for Multiple Sclerosis Research (SLCMSR) an die Isar geholt. Melzer betonte, dass die TUM derartige Neugründigungen nach amerikanischem Vorbild nicht nur begrüße, sondern sie auch tatkräftig unterstütze. Er lobte die Eigeninitiative der Jungunternehmer und sagte: "Das Sylvia Lawry Centre ist ein brillantes Beispiel für eine internationale, ausdrücklich interdisziplinäre Forschungseinrichtung, die auf der Kooperation zwischen der Universität und einem Spin-off-Unternehmen basiert."
Der Präsident der NMSS, General Michael Dugan, sagte dem Sylvia Lawry Centre eine weitere finanzielle Unterstützung zu. Zudem wird das Zentrum von der Deutschen Multiplen Sklerose Gesellschaft (DMSG) und anderen nationalen MS Gesellschaften sowie internationalen Stiftungen und Privatpersonen gesponsert.
TUM Vize-Präsident Melzer lobte die Arbeit der Forscher am Institut mit den Worten: "Wir alle arbeiten daran, die Wissenschaft voranzutreiben und wir alle wollen damit Mittel und Wege finden, um das Leben der Menschen zu verbessern". Bleibt nur noch zu hoffen, dass sich bald auch die räumlichen Arbeitsbedingungen am Sylvia Lawry Centre verbessern. Das Zentrum platzt aus allen Nähten und sucht dringend neue, ihrer Bedeutung angemessene Räumlichkeiten auf dem Campus der TUM.
Das im Jahre 2001 aufgrund einer Initiative der Multiple Sclerosis International Federation (MSIF) unter der Leitung von Prof. Dr. Albrecht Neiß gegründete Sylvia Lawry Centre for Multiple Sclerosis Research (SLCMSR) hat es sich zum Ziel gesetzt, die zukünftige Entwicklung von Medikamenten zu beschleunigen und kosteneffektiver zu gestalten. Dem Zentrum stehen dafür bereits Daten von mehr als 9.000 Patienten mit nahezu 35.000 Patientenjahren zur Verfügung, woher alle großen Pharmakonzerne und auch ein Großteil der wichtigsten akademischen Forschergruppen diesen Datenpool mit ihren Studiendaten gefüllt haben. Hier entsteht derzeit die größte MS-Datenbank der Welt.

Quelle: Sylvia Lawry Centre for Multiple Sclerosis Research (SLCMSR)   25.10.02


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