Die Forscher der Firma Trium Analysis Online, welche am Projekt Sylvia Lawry Centre for Multiple Sclerosis Research beteiligt sind, haben interaktive OLAP-Tools entwickelt, welche den hohen Ansprüchen der medizinischen Forschung optimal gerecht wird. OLAP bedeutet schlicht Online Analytical Processing. Die auf die medizinische Forschung zugeschnittenen und technisch ausgereiften Analysis Services konnten sich nun auch in der Praxis erfolgreich bewähren.
Die Firma Trium Analysis Online hat sie zwar zunächst für zwei Arbeitsgruppen des Sylvia Lawry Centres entwickelt, grundsätzlich aber kann sie für alle Interessenten in der medizinischen Forschung von größtem Nutzen sein.
Die Software gibt unter anderem Nutzern die Möglichkeit, beispielsweise während einer Telefonkonferenz gleichzeitig im Internet Erfahrungen, Daten und Ergebnisse auszutauschen und zwar in Echtzeit.
Die in insgesamt sieben Ländern stationierten neun Mitglieder der MRI-Arbeitsgruppe des Sylvia Lawry Centre z.B. tauschen mithilfe von OLAP seit August dieses Jahres während regelmäßiger Telefonkonferenzen so ihre Forschungsergebnisse aus. Das hochkarätige Programm ist anwenderfreundlich, leicht zu handhaben und gewährt auch die Einhaltung höchster Sicherheitsstandards in puncto Vertraulichkeit. Die MRI-Arbeitsgruppe, die aus Neurologen, Mathematikern und Statistikern besteht, kann mithilfe der Software ihre für alle Beteiligten relevanten Forschungsergebnisse graphisch schnell und verständlich umsetzen. Außerdem ist diese informationstechnologische Neuerung in der Lage, während einer laufenden Konferenz ins Netz neu eingegebene Daten in Sekundenschnelle zu verarbeiten. Die Arbeitsgruppe Klinische Studien des Sylvia Lawry Centre nutzt OLAP in der selben Weise. So wird auch Forschern verschiedener Fachrichtungen eine gemeinsame, allen verständliche und einsehbare Plattform geboten.
Haben Video-Lifeschaltungen und Telefonkonferenzen schon die Kommunikation zwischen Gesprächspartnern aller Erdteile erleichtert und den Teilnehmern Reisekosten und vor allem viel Zeit erspart, so lässt sich mit OLAP letztlich die medizinische Forschung optimieren. Denn nie zuvor ist es bisher möglich gewesen, dass Forscher an ganz unterschiedlichen Standorten, gleichzeitig einen anschaulichen Leitfaden durch ihre Ergebnisse im Netz zur Verfügung hatten, den sie auch noch unmittelbar aktualisieren konnten.
Dem Team des Sylvia Lawry Centre jedenfalls kommt die OLAP-Technologie von Trium jetzt schon zugute indem es seinen Arbeitsprozess erheblich beschleunigt. An der Forschungseinrichtung ist gerade die weltgrößte MS-Datenbank am entstehen: Sie umfasst bisher Datensätze von 9000 Patienten und an die 35 000 Patientenjahre. Diese Datenmenge zu strukturieren und auszuwerten, ist eine Herausforderung, die das Team bisher spielend bewältigt hat. Mithilfe der neu entwickelten Software stehen dem Fortschritt brisanter medizinischer Forschungsprojekte nun alle Türen offen.
Das im Jahre 2001 aufgrund einer Initiative der Multiple Sclerosis International Federation (MSIF) unter der Leitung von Prof. Dr. Albrecht Neiß gegründete Sylvia Lawry Centre for Multiple Sclerosis Research (SLCMSR) hat es sich zum Ziel gesetzt, die zukünftige Entwicklung von Medikamenten zu beschleunigen und kosteneffektiver zu gestalten. Dem Zentrum stehen dafür bereits Daten von mehr als 9.000 Patienten mit nahezu 35.000 Patientenjahren zur Verfügung, woher alle großen Pharmakonzerne und auch ein Großteil der wichtigsten akademischen Forschergruppen diesen Datenpool mit ihren Studiendaten gefüllt haben. Hier entsteht derzeit die größte MS-Datenbank der Welt.
Quelle: Sylvia Lawry Centre for Multiple Sclerosis Research (SLCMSR) 23.10.02
| Fenster schließen |
