High-Tech im Dienste der Gesundheit

Innovatives Kompetenzzentrum am Münchner Klinikum rechts der Isar Viele sprechen davon, am neu gegründeten Sylvia Lawry Centre for Multiple Sclerosis Research in München wird gehandelt: Hier verschmelzen moderne Informationstechnologie, statistische Methoden und medizinisches Wissen zu einer äußerst fruchtbaren Symbiose. Das innovationsfreundliche Klima der High-Tech-Region München und die technische Kompetenz der Spin-off-Firma Trium Analysis Online GmbH haben dies möglich gemacht.
Das Anfang Februar am Institut für Medizinische Statistik und Epidemiologie (IMSE) der TU München eingerichtete Forschungszentrum geht neue Wege in der MS-Forschung. Durch den Einsatz moderner Informationstechnologie und die Anwendung innovativer statistischer Methoden wird es in Zukunft nicht mehr notwendig sein, in der Entwicklung von neuen Medikamenten ethisch problematische sowie zeit- und kostenaufwendige Placebo-Studien durchzuführen. Dadurch wird die Entwicklung von Medikamenten für Multiple Sklerose-Kranke - die Zahl weltweit wird auf 2,5 Mio. geschätzt - in Zukunft schneller, billiger und effizienter.
Die Ansiedlung des von der Multiple Sclerosis International Federation (MSIF) initiierten und aus internationalen Spendengeldern finanzierten Forschungszentrums in München wurde möglich, nachdem Trium aufgrund seines Unternehmensprofils die Einladung zur Teilnahme am Bewerbungsprozess erhalten hatte. Neben der Persönlichkeit des wissenschaftlichen Direktors des Sylvia Lawry Centre, Prof. Dr. Albrecht Neiß, war auch das herausragende Informatikkonzept, das die Firma Trium in enger Kooperation mit seinem universitären Partner IMSE entwickelt hatte, ausschlaggebend für den Zuschlag. Maßgeschneiderte Informatiklösungen für den Health-Care-Sektor sind die Stärke des jungen Münchner Unternehmens, das vor zwei Jahren von Dr. Martin Daumer und Dipl.- Stat. Michael Scholz als Spin-off des Instituts für Medizinische Statistik und Epidemiologie gegründet wurde.
Die beiden Jungunternehmer verfügen nicht nur über eine solide naturwissenschaftliche Ausbildung sondern auch über langjährige Erfahrung in der Erstellung von medizinischen Anwenderservices. Die enge Verbindung mit der universitären medizinischen und statistischen Forschung garantiert Resultate auf dem aktuellsten Stand der Wissenschaft. Trium betreut Diplom- und Doktorarbeiten aus den Bereichen Informatik, Statistik und Medizin. Dipl.-Phys. Martin Daumer, promovierter Mathematiker und geschäftsführender Gesellschafter der Firma Trium Analysis Online GmbH, äußert sich zufrieden über die fruchtbare Zusammenarbeit: "Wir können durch unseren idealen Standort für unsere Kunden professionelle Dienstleistungen mit höchster Forschungsqualität erbringen. Dies kommt insbesondere bei Projekten mit hohem und komplexen Datenaufkommen oder zeitkritischen Überwachungsaufgaben zum Tragen." Die "Trium Clinical Trials Engine", ein ASP-Modell zur zeitsparenden und kostengünstigen Abwicklung klinischer Studien, wurde für Kunden aus der Pharmaindustrie und der klinischen Forschung geschaffen. "Trium CTG Online" eine internetbasierte Kreissaalüberwachung mit intelligentem Alarmsystem wird für geburtshilfliche Abteilungen und Belegarztpraxen entwickelt. "Die Verbindung der Kernkompetenzen Medizin, Statistik und Informatik ist eine unser herausragenden Stärken", erklärt der Biostatistiker Michael Scholz. Trium ist ein Spin-off-Unternehmen, das mit Unterstützung der High-Tech-Offensive des Bayerischen Wirtschaftsministeriums die Strategie eines unabhängigen und organischen Wachstums verfolgt. Gemeinsam mit seinem universitären Partner IMSE hat Trium in den vergangenen zwei Jahren zahlreiche Forschungsvorhaben durchgeführt, aus denen mehrere internationale Patentanmeldungen resultierten. Dazu gehören beispielsweise das Projekt "Online Monitoring in der Medizin" des Sonderforschungsbereichs 386 und das Projekt "Pedigree Online" im Auftrag der Hubert Burda Stiftung for Cancer Research. Innerhalb des BMBF-Förderschwerpunktes "Wissensintensive Dienstleistungen" wurde Trium im Februar 2001 mit dem Leitprojekt "Mobile Medical Monitoring" zur Antragsstellung aufgefordert.
Das Sylvia Lawry Centre for Multiple Sclerosis Research, der jüngste Erfolg des starken Teams Trium und IMSE, wird sich in den kommenden Jahren einer herausfordernden Aufgabe im Dienste der Gesundheit widmen!

Quelle: Trium Analysis Online   07.05.01


Fenster schließen